Aktivist und Pflanzen
Aktivist: „Sie sollten Ihr Vieh durch Pflanzen ersetzen.“
Bauer: „Zum Beispiel?“
Aktivist: „Weizen.“
Bauer: „Dreißig-Grad-Hang. Der Traktor wäre bis zur Mittagszeit im Heckenzaun.“
Aktivist: „Soja, dann.“
Bauer: „Soja mag heiße Sommer und warme Nächte. Das ist Cumbria. Die Soja würde einen Monat lang im Regen sitzen, schmollen und verwirrt sterben.“
Aktivist: „Quinoa.“
Bauer: „Quinoa wächst in den Anden in der Höhe auf dünnem, trockenem Boden. Meine Höhe stimmt. Alles andere nicht. Die Schafe vom Nachbarn würden einen scharf formulierten Brief schreiben.“
Aktivist: „Linsen. Kichererbsen.“
Bauer: „Beides mediterran. Dieses Feld hatte im August elf Zoll Regen. Sie würden im Stehen ertrinken.“
Aktivist: „Gemüse. Karotten.“
Bauer: „Karotten brauchen tiefen, sandigen, steinfreien Boden. Das hier ist Ton mit Steinen von der Größe von Fußbällen. Die Karotte würde auf den Stein stoßen, aufgeben und aus Trotz seitwärts wachsen.“
Aktivist: „Es muss doch etwas geben.“
Bauer: „Das gibt es. Es ist Gras. Es ist hier von allein gewachsen. Fordert nichts. Füttert etwas, das es in Nahrung umwandelt. Das Feld hat das lange vor mir entschieden.“
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